Partnerprogramm und Multi-Channel-Networks

  • Nach anfänglicher Zurückhaltung begann YouTube im August 2007 mit Werbeeinblendungen bei Videos ausgewählter Partner. Die Partner werden an den Werbeeinnahmen ihrer Videos anteilig beteiligt. Videos, die von Privatpersonen hochgeladen wurden, sollen vorerst nicht mit Werbung gekoppelt werden.
    Das Partnerprogramm war nach den Vereinigten Staaten auch in Kanada, Großbritannien, Japan, Australien und Irland verfügbar.

    Im weiteren könnt ihr mehr über das Thema lesen::

    Nach anfänglicher Zurückhaltung begann YouTube im August 2007 mit Werbeeinblendungen bei Videos ausgewählter Partner. Die Partner werden an den Werbeeinnahmen ihrer Videos anteilig beteiligt. Videos, die von Privatpersonen hochgeladen wurden, sollen vorerst nicht mit Werbung gekoppelt werden.
    Das Partnerprogramm war nach den Vereinigten Staaten auch in Kanada, Großbritannien, Japan, Australien und Irland verfügbar. Die Voraussetzungen für eine Teilnahme am Partnerprogramm sind das regelmäßige Hochladen von Originalvideos, deren Urheberrecht man besitzt. Außerdem müssen die Videos laut YouTube von Tausenden Benutzern geschaut werden. Am 26. Juni 2008 gab Google Deutschland bekannt, dass das Partnerprogramm nun auch in Frankreich und Deutschland verfügbar ist.
    Alternativ zum Youtube-Partnerprogramm gibt es für Inhaber eines Youtube-Kanals die Möglichkeit, einem sogenannten Multi-Channel-Netzwerk (MCN) beizutreten, also einem Netzwerk, bestehend aus einer großen Zahl von Youtube-Kanälen. Die MCN verhandeln selbständig mit Werbepartnern und sollten theoretisch aufgrund ihrer enormen Reichweite höhere Preise für die geschalteten Werbeeinblendungen erzielen können. Zusätzlich bieten sie den Kanalinhabern mitunter weitere Dienstleistungen, wie Lizenzierung geschützter Inhalte, Zugriff auf leistungsfähige Aufnahmetechnik, Finanzierung, Beratung, Hilfe bei der Gewinnung von Abonnenten etc. Für ihre Dienstleistung erhalten sie einen vertraglich festgelegten Anteil der Werbeeinnahmen der beigetretenen Youtube-Kanäle, der von Google direkt an das MCN abgeführt wird. Hierfür existieren Software-Schnittstellen, die in ähnlicher Form auch von Rechteinhabern zur Markierung und ggfs. Blockierung urheberrechtlich geschützter Inhalte auf Youtube verwendet werden (Content-ID-System). Bekannte MCNs aus Deutschland sind Mediakraft Networks, Campus99, Studio71, Divimove, TubeOne Networks und Endemol Beyond.
    Wenn in den Videos eines Youtube-Kanals Inhalte gezeigt werden, an denen Dritte die Urheberrechte halten, ist es nicht möglich, mit diesem Kanal selbständig am Youtube-Partnerprogramm teilzunehmen. Wenn mit einem solchen Kanal Werbeeinnahmen erwirtschaftet werden sollen, ist der Beitritt zu einem MCN erforderlich, das sich um die Lizenzierung der geschützten Inhalte kümmert. Das MCN fungiert dabei in gewisser Weise als Treuhänder von Google. Zu Beginn des MCN-Systems waren von Google nur einzelne MCN zur Lizenzierung von Inhalten bestimmter Kategorien zugelassen. Der alleinige Lizenzpartner für Inhalte aus Computerspielen war beispielsweise das Unternehmen Machinima, das insoweit ein Monopol auf diese Youtube-Inhalte innehatte. Inzwischen sind weitere MCN zur Lizenzierung befugt, so dass in diesem Bereich nunmehr Wettbewerb herrscht.
    Die Vor- und Nachteile des MCN-Systems wurden von verschiedenen großen Youtubern kritisch diskutiert, darunter Hank Green, und Freddie Wong. Die MCNs werden teilweise für ihr Geschäftsgebaren kritisiert, zum Beispiel hinsichtlich Verträgen mit unbegrenzter Laufzeit oder den schieren Umfang ihres Kanal-Portfolios, das oftmals aus tausenden, teilweise sehr kleinen Youtube-Kanälen besteht.

Teilen