Stativ

  • Das Stativ (aus dem Lateinischen: stativus, a, um feststehend) dient der stabilen Aufstellung von Kameras, Leuchten, Mikrofonen.
    Ein Stativ hat im Regelfall mehrere Teleskopbeine, die in der Länge variabel sind.
    Typische Materialien für Stative sind: Metall (wie Aluminium), Carbon oder Holz.

    Das Stativ (aus dem Lateinischen: stativus, a, um feststehend) dient der stabilen Aufstellung von Kameras, Leuchten, Mikrofonen.
    Ein Stativ hat im Regelfall mehrere Teleskopbeine, die in der Länge variabel sind.
    Typische Materialien für Stative sind: Metall (wie Aluminium), Carbon oder Holz.



    1 Das Fotostativ


    Bei Fotostativen wird gegenüber Vermessungsstativen häufig ein Kompromiss eingegangen. Während es bei Vermessungsstativen auf absolute Stabilität ankommt, kommt es bei Fotostativen auf Handlichkeit, Vielseitigkeit und Gewicht an. Fotostative sind darum meist leichter als Vermessungsstative, dafür aber auch deutlich instabiler. Außerdem besitzen sie häufig eine ausziehbare Mittelsäule, durch die der Aufnahmestandpunkt noch weiter erhöht werden kann, wodurch sich die Stabilität häufig drastisch verringert. Bei einigen Stativen lässt sich die Mittelsäule auch umgekehrt montieren, was extrem niedrige Aufnahmestandpunkte ermöglicht. Stative werden in der Fotografie meist verwendet, um bei schlechten Lichtverhältnissen (Innenräume, Dämmerung, Dunkelheit) scharfe, verwacklungsfreie Bilder zu erzeugen. Aber auch bei hellen, harten Licht hilft ein Stativ um beispielsweise entstehende Schatten, welche dunkel und detaillos wirken auszugleichen. Das geschieht mithilfe einer Mehrfachbelichtung. Bei Verwendung sehr langer Brennweiten ist die Verwacklungsgefahr wegen des kleinen Bildwinkels besonders groß, so dass hier ein Stativ (fast) unentbehrlich ist.


    2 Die häufigsten Bauformen für Fotostative


    • Dreibeinstative (auch Tripod genannt) konstruiert. Sie sind oft aus Kunststoff, dem Leichtmetall Aluminium, aber auch aus Holz oder kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff („Carbon“) gebaut.
    • Einbeinstative (auch Monopod genannt)' sind sehr handlich, haben viel weniger bewegliche Teile und sind leichter als Dreibeinstative. Sie lassen sich in der Regel nicht frei aufstellen und dienen nur als stabilisierende Stütze. Haupteinsatzbereich ist die Reportage- und Sportfotografie mit Teleobjektiven.
    • Säulenstative werden meist stationär in der Studiofotografie eingesetzt, da sie einen großen vertikalen Bewegungsbereich ermöglichen.
    • Tischstative oder Ministative sind sehr klein. Sie werden oft für Webcams oder kleine Digitalkameras verwendet.
    • Klemmstative sind in Form einer Schraubzwinge gebaut. Damit lassen sich Kameras und vor allem Zubehör an Objekten wie Tischplatten, Geländern oder Fensterscheiben befestigen. Dies kann besonders hilfreich sein um aus einem Auto heraus zu fotografieren.
    • Schulterstative und Baumstative sind weitere Bauarten des Fotostativs.

    Sonderformen von Stativen sind:


    • Saugnapfstative. Sie dienen zur Befestigung an/auf glatten Oberflächen wie Fensterscheiben oder Autodächern
    • Beanbags. Mit Granulat gefüllte Beutel, die passend zur Unterlage und Form der Kamera modelliert werden können, um eine relativ stabile Positionierung der Kamera zur ermöglichen
    • Baumschrauben, integriert in Klemmstative, sind am leichtesten, händisch in Rinde oder Holzspalten eindrehbar
    • Magnete können schaltbar oder flexibel und dadurch ablösbar auf Eisenflächen haften
    • Ministative mit drei plastisch biegsamen Schwanenhalsbeinen, die in Gummikugeln auslaufen,
    • Spezial-Klemmstative, z. B. mit drei biegsamen, gummierten „Armen“ zum Umgreifen von festen Gegenständen wie Laternenmasten oder Ästen
    • Kettenstative als Sonderform des Einbeinstativs

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