Google

Weitergeleitet von „Google“

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

  • Google ist eine Suchmaschine des US-amerikanischen Unternehmens Google Inc.

    Der Name „Google“

    Die Bezeichnung Google basiert auf einem Wortspiel, manche Quellen sprechen auch von einem Rechtschreibfehler, mit der US-amerikanischen Aussprache des Wortes googol. Milton Sirotta, der Neffe des US-Mathematikers Edward Kasner, hatte den Ausdruck im Jahr 1938 geprägt, um der Zahl mit einer Eins und hundert Nullen (10100) einen Namen zu geben. Die Google-Gründer wiederum suchten eine treffende Bezeichnung für die Fülle an Informationen, die ihre Suchmaschine im Web finden sollte.

    Das Verb „googeln“

    Der Rechtschreib-Duden nahm das Verb googeln (sprich: [ˈɡuːɡl̩n] „guhg(e)ln“) 2004 in die 23. Auflage auf,auch das Österreichische Wörterbuch ergänzte sein Wörterverzeichnis.
    2006 forderte Google Zeitungs- und Wörterbuchredaktionen auf, „to google“ oder „googeln“ nicht allgemein als die „Suche im Internet“ zu bezeichnen, um einer Gattungsbegriffbildung und damit dem Verlust des Markenschutzes vorzubeugen. Auf eine Bitte von Google wurde der Eintrag in der 24. Auflage des Dudens als „mit Google im Internet suchen“ bzw. „mit der Suchmaschine Google eine Information im Internet suchen“ im Österreichischen Wörterbuch genauer definiert.



    Arbeitsweise der Google-Suche

    Die Google-Suchmaschine folgt mit Hilfe von Webcrawlern den gefundenen Links und versucht so, viele publizierte Seiten in ihren Suchindex aufzunehmen. Zum Umfang dieser Datenbank siehe Indexgröße. Dabei werden die Seiten nach Suchbegriffen und Schlüsselwörtern aufgegliedert.




    Gebrauch der Suchmaschine

    Zusatzfunktionen

    Die Hauptanwendung von Google ist die Suche nach Internetseiten, Google bietet aber auch andere Funktionen:

    Taschenrechner
    Bei Eingabe einfacher mathematischer Schreibweisen wie z. B. „2+5(4/5)^8“ gibt Google standardmäßig keine Seiten aus, in denen diese Formulierung vorkommt, sondern gibt das Ergebnis der Rechnung (= 2.8388608) zurück.EinheitenrechnerMan kann auch Einheiten umrechnen lassen: z. B. „inch in cm“, „usd in euro“ oder auch komplizierter „l/100km in miles/gallon“RechtschreibprüfungGoogle liefert bei falsch geschriebenen Wörtern einen Vorschlag zur richtigen Schreibweise („Meinten Sie …“). Die Empfehlung beruht auf einem phonetischen, vollautomatisierten Vergleich, was teilweise zu abwegigen Vorschlägen führen kann.Adressen-SucheWer eine Adresse bei der Google-Suche eingibt, bekommt diese auf der Karte gezeigt.

    Folgende Funktionen stehen nicht in allen landesspezifischen Versionen von Google zur Verfügung. Unter anderem können sie in den Google-Mutationen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz verwendet werden:


    Kinopläne
    Durch die Eingabe von „Kino“ und dem entsprechenden Ort erhält man aktuelle Kinopläne aller ortsansässigen Kinos. Es werden dabei Angaben zu Film, Uhrzeiten, FSK und Genre gemacht.WetterDurch die Eingabe von „Wetter“ und dem Namen der Stadt erscheint der Wetterbericht für die kommenden sieben Tage.GraphDurch die Eingabe einer Funktion z. B. „y=x*x“ wird diese in einem Graphen angezeigt, in diesem Beispiel eine Normalparabel.

    Erweiterte Benutzung

    Es kann zusätzlich zur einfachen Such-Syntax eine erweiterte Syntax in die Suchmaske eingegeben bzw. größtenteils auch über die „erweiterte Suche“ zusammengeklickt werden. Folgende teils undokumentierte Schlüsselbegriffe sind derzeit bekannt. Diese Schlüsselbegriffe werden durch einen Doppelpunkt „:“ gekennzeichnet.


    Google-Schlüsselbegriffe



    Schlüsselbegriff
    Funktionsweise
    cache:Gibt nur die von Google gespeicherten Seiten aus. Das kann zum Beispiel bei Portalen mit häufig wechselnden Inhalten nützlich sein. Der Link, den man bei Google findet, führt manchmal auf eine Seite, deren Inhalte sich inzwischen geändert haben oder gar gelöscht wurden. Die Inhalte sind aber über einen bestimmten Zeitraum noch bei Google gespeichert und können dort gelesen werden.
    define:Durchsucht Internet-Enzyklopädien wie Wikipedia und andere nach einer Definition des Suchbegriffes.
    filetype: oder ext:Sucht nach Dokumenten mit bestimmten Dateiendungen. Beispiel: Geschäftsbericht filetype:xls . Möglich sind grundsätzlich alle Dateiendungen. Google kann derzeit aber nur in folgende Formate „reinschauen“: PS, PDF, AI, DOC, PPT, XLS, SWF, sowie alle textbasierten Dateien wie RTF, TXT, ASP, PHP, CGI, HTML, LOG, INI, JS und so weiter.
    inanchor:Sucht nach den Begriffen nur in Links. Oftmals führt ein Link mit einer bestimmten Bezeichnung präziser zu einem Ziel, als wenn die Bezeichnung irgendwo im Text vorkommt.
    allinanchor:Wie inanchor:, wobei mehrere Begriffe angegeben werden können und diese alle im Text vorkommen müssen.
    info:Gibt Informationen zu einer bestimmten Seite zurück. Die Informationen bestehen aus der Google-typischen Darstellung eines Suchergebnisses mit Titellink, Snippet und (Sub-) Domain sowie einer Reihe von Links zu Abfragen mit anderen Schlüsselbegriffen. Beispiel: info:google.com
    inurl:Gibt Seiten zurück, bei denen der Suchbegriff in der URL auftaucht. Beispiel: "Max Mustermann" inurl:impressum
    intitle:Sucht nach Dokumenten, bei denen der oder die Suchbegriffe nur im Titel der Datei vorkommen. Beispiel: intitle:"Bearbeiten von Google"
    intext:Sucht nach Dokumenten, bei denen der oder die Suchbegriffe nur im Text der Datei vorkommen. Beispiel: intext:"Bearbeiten von Google"
    link:Gibt alle Seiten aus, die auf eine bestimmte Seite verlinken. Beispiel: link:wikipedia.org
    Diese Ausgabe kann dazu verwendet werden, um den Page Rank zu optimieren oder verwandte Seiten zu finden.
    site:Mit diesem Schlüsselbegriff lässt sich die Suche auf eine bestimmte Domain eingrenzen, zum Beispiel falls eine Website keine eigene Suchfunktion hat (Beispiel: Desoxyribonukleinsäure site:de.wikipedia.org) oder zur Suche innerhalb einer Top-Level-Domain.
    related:Sucht nach ähnlichen Seiten (Beispiel: related:de.wikipedia.org)



    Die angewendeten Suchformeln lassen sich auch in Form der URL, die Google bei einer Suche ausgibt, speichern bzw. wiederholen und verlinken. Weitere Funktionen bieten die zusätzlichen Google-Funktionen.


    Easter Eggs


    Die Programmierer haben in den Suchalgorithmen Easter Eggs, also scherzhafte Überraschungen, versteckt. Einige Beispiele:

    • Bestimmte textuelle Eingaben werden als Zahlen interpretiert. Dazu gehören “answer to life, the universe and everything”, eine Anspielung auf Douglas Adams’ Werk Per Anhalter durch die Galaxis, in dem 42 die Antwort auf die Frage „nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest“ ist, “number of horns on a unicorn” (deutsch: „Anzahl der Hörner eines Einhorns“) sowie the loneliest number (Deutsch: Die einsamste Zahl) mit dem Wert 1, und “once in a blue moon” ist 1.16699016 × 10−8 Hertz. Mit diesen Eingaben lassen sich auch Berechnungen durchführen.
    • Sucht man nach „hex“, „binary“ oder „octal“ wird die Anzahl der Suchergebnisse im Hexadezimalsystem, Binärsystem oder im Oktalsystem angezeigt.
    • Sucht man mit Google Chrome, Opera, Safari oder Mozilla Firefox nach „tilt“ oder „askew“ neigt sich die Ergebnisseite nach rechts. Bei der Suche mit Chrome oder Firefox nach “do a barrel roll” (deutsch: „mach eine Fassrolle“) dreht sich die gesamte Ergebnisseite einmal um ihre eigene Achse.
    • Suchte man Ende 2011 nach „let it snow“, so begann es zu schneien und nach und nach beschlug der Bildschirm. Am 24. Dezember 2011 wurde bei einer Suche nach „christmas“ eine Lichterkette vor den Ergebnissen angezeigt.
    • Die Oberfläche von Google wird auch in den Sprachen Klingonisch, Elmer Fudd, Piratisch, Hacker und Bork, bork, bork! angeboten.
    • Die englischsprachige Ausgabe von Google liefert auf bestimmte Anfragen scherzhafte Suchvorschläge. So fragt die Google beim Suchbegriff “anagram” (deutsch: „Anagramm“) zurück: “Did you mean: nag a ram” (deutsch: „Meinten Sie: nag a ram“), und bei der Suche nach “recursion” (deutsch: „Rekursion“) wird der Vorschlag “Did you mean: recursion” angezeigt, obwohl das Wort richtig geschrieben ist. Klickt man nun darauf, bekommt man dieselbe Seite wieder angezeigt, wieder mit demselben Vorschlag.
    • Wer seit dem 27. April 2012 „Zerg Rush“ als Suchbegriff in die Google-Websuche eingibt, wird Zeuge kleiner zerstörender Kreise, welche die Suchergebnisse auf dem Bildschirm von oben nach unten allmählich in Nichts verwandeln. Wenn alle Suchresultate ausgelöscht sind, bilden die Kreise ein großes bildschirmfüllendes „GG“ (für: Good Game). Zwar können die Kreise im Fadenkreuz des Mauszeigers abgeschossen werden, eine realistische Chance hat der Nutzer allerdings nicht. Die Strategie des „Zerg Rush“ stammt aus dem Echtzeit-Strategiespiel StarCraft.
    • Am unteren Rand der internen Suchstatistik Google Zeitgeist 2012 befindet sich ein Balken in den Google-Farben. Wird mit dem Mauscursor darüber gefahren, erscheint der Android-Roboter und tanzt im Gangnam Style.
    • Am 1. April 2013 startete als Aprilscherz der Google Dienst „Google Nose“, mit dem es möglich sein soll, die Suchergebnisse zu riechen.
    • Gibt man bei dem Amerikanischen Google Bilder den begriff Atari Breakout ein, so erscheint das altbekannte Spiel Atari Breakout auf dem Bildschirm. Man versucht dabei alle Bildergebnisse mit Hilfe eines Balls abzuschießen. Falls man dies schafft, beginnt man mit der nächsten Seite aller Bildergebnisse. Verliert man alle Leben, beginnt man wieder von vorne. Dieses Easteregg ist nicht in dem Deutschsprachigen Google Bilder enthalten.
    • Sucht man nach "Weihnachten", so wird die Leiste zur Auswahl des Bereichs aus dem die Suchergebnisse stammen mit einer Schneelandschaft hinterlegt, auf der der ein Weihnachtsmann vorbeifährt. Die Suchanfrage kann auch in anderen Sprachen gestellt werden (z. B. "Christmas").

    Kritik an Google


    Die Suchmaschine Google und Google Inc., die nach Gründung anfänglich eine sehr gute Presse hatten, werden in jüngerer Zeit häufig aufgrund von Datenschutzproblemen kritisiert. So wurden nach Ankündigung im Rahmen einer angeblichen „Vereinfachung“ der Datenschutzbestimmungen ab März 2012 Daten über Nutzer quer über alle Dienste von Google Inc. ausgewertet, um einen möglichst vielfältigen Wissensstand über alle Lebensbereiche eines Nutzers aufbauen zu können.
    Aufgrund der monopolgleichen Stellung im Suchmaschinenmarkt in vielen Ländern – darunter auch Deutschland – wird nicht selten bemängelt, dass Google die Spielregeln selbst festlegen könne.
    In Frankreich forderten Verlage von Google Geld dafür, dass ihre Artikel in den Suchdiensten des US-Unternehmens gelistet werden. Die französische Regierung (seit Mai 2012 unter François Hollande) hatte ein entsprechendes Gesetz für den Fall angekündigt, dass Verlage und Google zu keiner Einigung finden würden. Am 1. Februar 2013 unterzeichneten Hollande und Googles Verwaltungsratschef Eric Schmidt eine Vereinbarung. Demnach stellt Google 60 Millionen Euro für neue Online-Nachrichtenprojekte bereit. Über die Vergabe entscheidet ein Gremium mit Vertretern von Google, den Verlagen und der Regierung. Außerdem will Google den Verlagen bei der Vermarktung ihrer Websites helfen.
    Anfang Juni 2013 wurde durch einen Whistleblower bekannt, dass Google, gemeinsam mit acht anderen namhaften Internet- und Softwareanbietern, dem Geheimdienst NSA im Rahmen des PRISM-Überwachungsprogramms Zugriff auf den gesamten Datenverkehr gewährt, der aus dem Ausland kommend über konzerneigene Server läuft. Ein Unternehmenssprecher kommentierte die Enthüllungen mit der Aussage, dass man Nutzerdaten mit großer Vorsicht behandele, Anfragen der Behörden sorgfältig prüfe und – sofern den gesetzlichen Bestimmungen entsprechend – Daten manuell herausgegeben würden. Anfragen von Regierungsbehörden aus den Jahren 2009 bis 2011 wurden vom Unternehmen veröffentlicht, jedoch waren darunter keine, die durch die FISA-Gesetzgebung autorisiert wurden, sodass Art und Umfang des NSA-Zugriffs auf die Daten der Google-Nutzer weiter unklar ist.



    1.294 mal gelesen